Es gibt wohl kein bekannteres Gerät zur Zeitmessung als die mechanische Kuckucksuhr. Allerdings ist die Kuckucksuhr relativ gesehen noch nicht so alt. Über die Geschichte der Erfindung und Entwicklung solcher uns vertrauten Uhren wird meine Geschichte gehen.

Was ist also eine Kuckucksuhr? In der Regel handelt es sich um eine mechanische Uhr mit einem Glockenspiel, das die „Stimme“ des Kuckucks in einem bestimmten Zeitintervall imitiert. In der Regel ertönt stündlich ein akustisches Signal, oft ergänzt durch einen Gong.

Die Uhr, die in regelmäßigen Abständen die Zeit durch die Stimme des Kuckucks anzeigt, geht auf das Jahr 1629 zurück. In verschiedenen Quellen wird erwähnt, dass Philipp Heinhofer (Adeliger aus Augsburg) eine solche Uhr dem Kurfürsten August von Sachsen geschenkt hat. Atanasius Kircher beschrieb 1650 einen mechanischen „Kasten“, der automatische Figuren enthielt, darunter einen Kuckuck.

Es wird allgemein angenommen, dass die Uhr im Schwarzwald, Deutschland, geboren wurde. 1738 erfanden die deutschen Handwerker ein neues „Zuhause“ für den Vogel – das Uhrwerk. Die Version der Erfindung des „Kuckucks“ lautet wie folgt: Der Uhrmacher Ketterer, der in der Stadt Schönwald lebte, versuchte, einen Mechanismus zu schaffen, damit der „Kuckuck“ die „genaue Zeit“ ankündigen würde. Er hatte jedoch Schwierigkeiten, den Hahnenschrei zu imitieren, da die Konstruktion recht sperrig war. Der Uhrmacher entschied sich dann für den Kuckuck, dessen Stimme viel leichter zu reproduzieren war.

Aus anderen Quellen ist bekannt, dass es Domenico Martinelli war, der 1669 erstmals den Kuckucksruf vorschlug.

Die ersten Chronographen hatten nur einen Zeiger – den Stundenzeiger – und die Rolle des Pendels wurde von einem speziellen Block übernommen. Anstelle von Gewichten verwendete der Uhrmacher einen Stein. Die Genauigkeit des Uhrwerks betrug ebenfalls nur einen Bruchteil einer Stunde und konnte in einem Zeitraum von 24 Stunden leicht um mehrere Stunden überschritten werden. Die Uhrmacher haben unermüdlich an der Verbesserung der Chodices gearbeitet. Um 1690 begann man, Uhren mit einem Metallmechanismus zu produzieren, die zuverlässiger und genauer waren. Die Produktion begann um 1740-1750, und die Uhren wurden schnell über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen die Kuckucksuhren die Form eines Märchenhauses an, das die Uhrmacher mit Zapfen, Blättern und verschiedenen dekorativen Elementen verzierten. Zu dieser Zeit befand sich die deutsche Uhrenindustrie im Aufschwung und es wurden viele Unternehmen gegründet, zum Beispiel Mauthe und Urgos. Der Kuckucksmechanismus selbst hat sich seither kaum verändert, und die Pelze und Pfeifen werden auch heute noch fast in ihrer ursprünglichen Form in den Zeitmessern verwendet.

„Kuckuckshäuser sind heutzutage sehr gefragt und lebendig. Sie schaffen eine einzigartige Gemütlichkeit und Behaglichkeit in unseren Häusern, die im „digitalen“ Zeitalter manchmal fehlt. Es gibt handgefertigte Unikate und manchmal wahre Kunstwerke, die ihre Besitzer immer mit einem unbeschwerten „Huhu“ erfreuen werden!

Im Vereinigten Königreich gibt es wahrscheinlich das größte Kuckucksuhrenmuseum der Welt – Cuckooland. Die von zwei Brüdern (Roman, Maz Piekarski) zusammengestellte Kollektion umfasst über 600 Modelle. Fast alle Uhren werden im Schwarzwald hergestellt. Die ersten Uhren der Kollektion stammen aus der Zeit um 1850. Die Exponate sind sehr selten und interessant!

Und schließlich einige interessante Fakten über die „mechanischen Kuckuckshäuser“:

Die Stadt Triberg (Deutschland) gilt als die Geburtsstätte der Kuckucksuhr.
In Wiesbaden stellte der Souvenirhändler Emil Kronenberg 1946 eine Kuckucksuhr auf. In den frühen 1950er Jahren wurde die Uhr als „größte Kuckucksuhr der Welt“ ausgezeichnet.
In der deutschen Stadt Triberg wurde eine mehr als 14 Meter hohe Kuckucksuhr installiert. Sie ist aus Linde gefertigt und ihr Pendel wiegt hundert Kilo. Auch in den Gemeinden Hellsteig, St. Goaar und Niederwasser gibt es Kuckucksuhren in der Kategorie der größten Kuckucksuhren der Welt.

Die Fee Lisa Zalizina fliegt in den Büchern über Tanya Grotter eine Uhr mit einem lebenden Kuckuck, der auch pickt.
„Der lustige Kuckuck“, „Das Märchen von der Kuckucksuhr“, S. Prokofjewa, A. Lindgren und andere schrieben Geschichten, in denen die Kuckucksuhr eine Rolle spielt.
Maschka der Kuckuck war der Name der Kuckucksuhr aus dem Buch von E. Uspensky „Das Bürgschaftsvolk“. Die Figur Ivan Bure hatte eine Uhr.
Der Nesselmann aus Lev Kassils The Conduit and the Cuckoo hatte eine Kuckucksuhr.

Die Turmuhr mit Kuckucksuhr wurde im Herbst 1974 in Penza installiert. Der Uhrenturm ist acht Meter hoch. Die Uhr wurde in drei Werken hergestellt: im Serdobsky-Uhrwerk, im Penza-Dieselwerk und im Nikolsky-Glaswerk.
Die Uhrenfabrik Serdobsky begann 1952 mit der Produktion von Kuckucksuhren. Die Kuckucksuhren wurden mit dem „Qualitätssymbol“ ausgezeichnet. Die Fabrik nahm wiederholt an internationalen Ausstellungen teil. Bis 1993 produzierte die Fabrik rund 15 Millionen Kuckucksuhren. Mehr als eine Million Stück wurden in 44 Länder der Welt exportiert, darunter Kanada, die USA, Mexiko, Schweden und andere. Zu unserem großen Bedauern ist die Serdobo Watch Factory heute nicht in Betrieb 🙁